Einfache Zeitplanung mit „Pomodoros“

Niemand wird alle Mathe-MOOC-Aufgaben am Stück machen: Das würde Stunden dauern. Wahrscheinlich werden die meisten von euch in einer Woche nur Zeit für einige Aktivitäten haben, je nachdem, ob ihr als Anpacker, Formalisierer oder als Kiebitz unterwegs seid. (Hier werden diese Mitmach-Typen beschrieben.) Und außerdem habt ihr ja sonst auch noch etwas anderes zu tun …

Wie kann man sich also die Zeit für den VHS-Mooc geschickt einteilen? Wir empfehlen die „Pomodoro-Technik“: Eine ganz einfache Methode, um sich zu konzentrieren und in überschaubaren Schritten vorwärtszukommen.

Tomaten (Foto)

Foto von Dave Stokes
(Flickr; Lizenz: CC-BY-SA)

Die Grundidee: Ein Pomodoro ist ein Zeitabschnitt von 25 Minuten, den man auf einem Küchenwecker einstellt. Auf der Pomodoro-Webseite kann man sich sogar einen Wecker in der Form einer Tomate bestellen, aber es gibt viele virtuelle Gratis-Wecker: etwa hier als Webseite oder hier zum Herunterladen, oder auch fürs iPhone.)

25 Minuten ist genau die Zeit, die man ohne Unterbrechung durchhält: nicht zu kurz, nicht zu lang. Danach hat man immer 5 Minuten frei: für E-Mail, Facebook, Kaffee – was auch immer.

Man kann einen Pomodoro machen, oder zwei hintereinander. (Man sollte nicht zuviel von sich erwarten!) Jedenfalls hat man gleich ein greifbares Erfolgserlebnis.

Verteile also in jeder Woche deine Pomodoros so, wie es für dich in deinen Zeitplan passt!

Im Grunde reicht das schon, um loszulegen. Aber für die Interessierten hier noch ein wenig ausführlicher:

Die „Pomodoro-Methode“ soll all denen helfen, die das Gefühl haben, dass ihre Woche acht Tage hat und trotzdem noch zu wenig Zeit ist. Das simpelste Zeitmanagement, das man sich vorstellen kann, wurde von dem Designer Francesco Cirillo entwickelt, der einen Weg suchte, um die eigene Aufschieberitis zu bekämpfen, bessere Konzentration und mehr Energie zu haben. Hier ist sein knappes Buch dazu.

Pomodoro arbeitet nicht gegen die Uhr, sondern mit der Uhr. 25 Minuten sind nach Erfahrung vieler Kreativarbeiter genau der Zeitraum, den man in einem Schwung, in einer Aufmerksamkeitsspanne durcharbeiten kann. Bevor es dann quälend wird, gibt es eine Pause. (Und ein Erfolgserlebnis, weil eine Etappe abgeschlossen ist.)

Grundregel ist ein Abkommen mit sich selbst: Während der 25 Minuten bleibt man dabei und macht wirklich nichts außerdem. Keine Unterbrechung, gar keine. Dafür muss man nicht viele Pomodoros hintereinander machen. Man sollte sich da auf gar keinen Fall überfordern! Wenn man regelmäßig zwei konzentrierte Pomodoros am Tag schafft, ist das schon ein Erfolg.

Man braucht dazu vor allem einen Küchenwecker, der klingelt, wenn die 25 Minuten abgelaufen sind. Wenn man es systematischer angeht, wird empfohlen, dazu drei einfache Listen zu führen:

  • Eine Liste mit den Aktivitäten, die man zum Beispiel innerhalb einer Woche schaffen möchte. (Im Idealfall haben diese Aktivitäten bereits die richtige Pomodoro-Größe. Mit der Zeit wird man bei Planen vorab immer besser abschätzen können, was man in diesen 25 Minuten schaffen kann.)
  • Eine Liste für das, was man sich realistisch für den jeweiligen Tag vornimmt. (Nicht zu viel draufschreiben!)
  • Und eine Liste, um die geschafften Pomodoros aufzuschreiben.

Hier sind Beispiele für diese drei Listen abgebildet.