Prof. Schulmeister zu Mathe-, MOOCs und mehr

Wir freuen uns außerordentlich, dass Prof. Rolf Schulmeister von der Universität Hamburg bereit war, mit uns ein Gespräch per Skype über den Mathe-MOOC im Speziellen und über MOOCs im Allgemeinen zu führen. Prof. Schulmeister hatte vor einiger Zeit Aufsehen erregt, weil er sich (gemeinsam mit Burkhard Lehmann und Sandra Hofhues) als Undercover Student in verschiedene MOOCs eingeschrieben und diese anschließend analysiert hatte. Nicht undercover, aber trotzdem genauso scharf analysierend hat sich Prof. Schulmeister unseren Mathe-MOOC angesehen. In unserem Gespräch erläuterte er uns seine Gedanken dazu. Darüber hinaus sprachen wir mit ihm über problematische Aspekte der Offenheit von MOOCs und über zukünftige Entwicklungen im Hochschulbereich.



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7 Gedanken zu „Prof. Schulmeister zu Mathe-, MOOCs und mehr

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  4. Da ich auch z.Zt. den mooc von Devlin verfolge, ein paar Anmerkungen:

    – Es ist natürlich ziemlich unfair, die beiden moocs zu vergleichen, denn ihr habt so etwas zum ersten mal gemacht, während Devlin schon in der dritten Iteration ist. Und das ist ein himmelweiter Unterschied.

    – Während beide moocs ja den gleichen Titel haben, ist nach meinem Empfinden nur der von Devlin richtig benannt, während eurer eher ‚Arithmetik und Geometrie für das Lehramt‘ heißen sollte

    – Soll heißen: man merkt bei euch den Zwang, eine bestimmte Menge und Typ von Stoff zu vermitteln. Da kann Devlin viel freier agieren.

    – Ganz persönlich: Ich habe das besonders im Geometrie-Teil so empfunden, den ich ab einer bestimmten Stelle nur noch extrem anstrengend fand. Das richtet sich überhaupt nicht gegen Michael, der das Beste aus dem Thema gemacht hat, der mir aber manchmal leid getan hat. Dieser artifizielle Krampf mit den Axiomen, bei dem man dann nie weiß, was genau man denn nun schon bewiesen hat und verwenden kann. Ich habe mehr als einmal gedacht: Da sitzen jetzt diese armen Studenten davor und holen sich einen Hass auf das Thema, den sie später an ihre Schüler weitergeben, wenn sie erfolglos versuchen, ihnen den schwachen Außenwinkelsatz beizubringen. (Hat man es eigentlich in der Schule schon mal mit analytischer Geometrie probiert ?)

    – Ihr habt ja selbst gemerkt, dass in den Diskussionen von ‚massive‘ keine Rede sein konnte. Habe selber zu Anfang ab und zu gepostet, aber irgendwann die Lust verloren, weil es nur spärliche Reaktionen gab. M.E. muss die Funktionalität von iversity gerade in dem Punkt noch verbessert werden, auf coursera lässt es sich sehr viel leichter diskutieren.

    – Ich denke aber auch, dass die Sprache eine Rolle spielt, weil sie den potentiellen Teilnehmerkreis eingrenzt. Nach meinem (wieder ganz persönlichen) Empfinden kommt ein wesentlicher Teil der aktiven Teilnehmer in den amerikanischen und britischen moocs nicht aus USA oder UK. In einem gerade abgeschlossenen Astronomie-mooc waren (gefühlt) die Hälfte der Leute Inder(innen). Vielleicht ist der deutsche Sprachraum für so ein spezielles Thema wie mathematisches Denken zu klein, um ‚massive‘ zu werden ??

    – Alle anderen moocs, die ich bisher gemacht habe, hatten irgendeine Form von Quiz oder Hausaufgaben, mit denen man Punkte für ein ‚Zertifikat‘ sammeln konnte. Auch wenn das nur ein Stück Papier mit der Unterschrift des schwarzen Lords ist, wirkt es doch sehr motivierend, und die Diskussionen über die Aufgaben halten das Forum am Laufen. Wäre mein Rat für die nächste Runde.

    Damit nicht nur Kritik rüberkommt: Ich fand euren mooc hervorragend gemacht und die Teilnahme hat Spaß gemacht. Ganz sicher habt ihr die witzigsten Videos und lasst euch die bloß nicht ausreden: Ich kenne einige Mathematiker und viele davon passen ganz ausgezeichnet in die Sesamstraße.

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