Kursbeschreibung: Update

Unsere Kursbeschreibung hatte eine grundlegende Überarbeitung verdient: Sie war noch „zu akademisch“ formuliert und war uns noch nicht motivierend genug. Nun erscheint sie in einem neuen Gewand. Wir haben uns nochmal richtig Gedanken gemacht, wie wir unsere unterschiedlichen Zielgruppen direkt ansprechen und für die Teilnahme am Mathe-MOOC begeistern können.

Werft einmal einen Blick auf die neue Kursbeschreibung.

Nun hätten wir gerne euer Feedback:

  1. Weckt die Kursbeschreibung euer Interesse? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?
  2. Wird deutlich, welche Ziele wir mit dem MOOC verfolgen?
  3. Ist noch etwas unklar? Wenn ja, wie könnten wir es klären?
  4. Motiviert euch die Beschreibung zur Teilnahme? Wenn nein: Was fehlt euch noch dazu?

Apropos: Ihr könnt euch natürlich auch schon anmelden – dann erhaltet ihr auch die Nachrichten, die wir an die zukünftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschicken.

29 Gedanken zu „Kursbeschreibung: Update

  1. Was mir noch fehlen würde:

    1. Was kann ich nach Absolvieren des Kurses (besser), je nachdem als welchen Mitmachtyp ich mich sehe? Oder anders: Welche Ziele könnte ich mir selbst setzen?

    2. Wie viel zeitlicher Aufwand ist (in etwa) zu erwarten – gerne auch nach Mitmachtyp?

  2. So find ich’s besser. Bloß was bin ich, wenn ich 2-3 oder 4-7 Stunden investiere? 😉

    Was ich bei Dan Arielys MOOC ganz gut fand, war ein kurzer Fragebogen vor Beginn, in dem jeder sich auch selbst zu bloß aufsaugenden „sponges“ oder aktiven „roombas“ zuordnen sollte. Vermute, das sollte einerseits zur Info für die Kursbegleiter sein, andererseits die tatsächliche Beschäftigung mit eigenen Zielen für den MOOC triggern und gleichzeitig als Commitment dienen und so Abbrechen vorzubeugen.

    Hinzu kam die Frage, ob man nicht auch Freunden von seinem Commitment berichten möchte – um sich selbst sozialen Druck zu schaffen. Könnte man per Auto-Twitter-/Facebook-/GooglePlus-Button gleich befeuern. Fand ich klasse, dass Inhalte des Kurses (behavioral economics inkl. guten Vorsätzen/Prokrastination) auch auf den Kurs selbst angewendet wurden.

  3. Mir gefällt der „Mitmach-Typ“ (Schnellcheck an mir selbst: Ich bin der kiebitzende Anpacker) – Rubrik noch erweitern um mehr „Charaktere“? Klingt ein bisschen nach Rollenspiel-Charakter – gute Idee. Fast den Kreis geschlossen von MOOC zu MMORPG 😀 [Eventuell die empfohlenen Stundenzahlen rauslassen? 7-8 Stunden kiebitzen ginge ja auch, nicht nur beim Formalisierer?]

    Bei den FAQ würden mir folgende Verständnisfragen (für jemanden für den diese Kurs-Seite der erste Link/Kontakt wäre) einfallen:

    – Bleiben die Videos auch nach Ende des MOCCs öffentlich einsehbar.

    – Was passiert wenn ich nicht an einer einzelnen Lektion/Video teilnehmen kann.

    – Muss ich zwingend angemeldet sein – oder kann ich alles auch ohne Anmeldung nutzen, also passiv Zuschauen und/oder aktives Mitarbeiten. Oder anders gefragt, welche Vor/Nachteile haben An/Nicht-An/Melden.

    Vielleicht könnte man noch eine praktikable, griffige, deutsche Kurz-Definition vom Begriff „MOOC“ integrieren, z.B. in die Richtung: MOOC => Interaktiver-Mitmach-Live-Video-Unterricht-im-Internet …oder so. Mit Massive Online… (+x) (+c) kann glaub ich kein Einsteiger/Erstkontakt etwas anfangen. (Klar könnte derjenige alles googlen oder woanders nachlesen, aber als hierher verlinkter Leser (mit Interesse, aber ohne irgendein Vorwissen) möchte man eigentlich gleich hier vor Ort wissen was „MOOC“ genau heißt bzw. nicht heißt). Im Prinzip die FAQ-Frage: Wozu erfinden „die“ den Begriff „MOOC“, es ging doch auch 13,7 Milliarden Jahre ganz gut ohne ihn?

    „Mathematik wird oft missverstanden als das Anwenden von Verfahren und das Auswendiglernen von Formeln. Das ist nicht Mathematik!“ => Der Satz gehört ganz an den Anfang 😀 Ehrlich, es motiviert deutlich mehr zum weiterlesen, wenn so ein Satz am Anfang steht. Der Satz zeigt: Hey Leute, ich nehme euch ernst. Ich bin keiner von denen, die ab der ersten Sekunde mit der Formelkanone auf Studentenspatzen schießen [Volle Deckung].

    • @Stephan „Interaktiver-Mitmach-Live-Video-Unterricht-im-Internet …“ klingt wirklich gut und kommt unserem Konzept näher, als die Mehrzahl real existierender MOOCs. Nach einem Video zum Motivieren kommt nämlich zuerst der Part des eigenen Entdeckens durch die Teilnehmer. Wir bestätigen danach mit einem weiteren Video nur, was entdeckt wurde …

  4. Ich bin angemeldet, ein Kiebitz, bin ich nun nicht gerade. Ich weiß nur nicht genau, ob ich genügend Zeit haben werde, da ich im letzten Jahr bin auf dem 2. Bildungsweg (ebenfalls online) mein Abi nachzuholen. Ich hoffe, der Mooc hilft mir ein wenig dabei. Auf jeden Fall ist es toll, dass Bildun heute per Mooc so einfach zugänglich gemacht wird. Deshalb greife ich hier auch gerne zu.

  5. @Stephan Das sind gute Hinweise auf weitere FAQ-Elemente, danke! Wir überlegen uns dazu was.

    Zu dem „ersten Satz“: Wir hatten so etwas ähnliches ganz am Anfang, haben uns dann aber dafür entschieden, mit etwas positivem anzufangen, also damit, was Mathematik ist (und nicht, was es nicht ist).

    @HW_erneburg Wir freuen uns, dass du dich angemeldet hast! Der Beginn ist der 15. Oktober. (Das steht hier unter im Blog unter „About“). Der Beginn wird vermutlich von iversity selbst auf der Seite dargestellt. Vorübergehend habe ich es mal in die Kursbeschreibung hineingeschrieben.

  6. @Oliver, ich sehe, Du hast Deine Lektion bezüglich des Designs der amerikanischen Kurse gelernt: „Du musst dem User sagen, was er nach dem Kurs besser kann.“ US-Amerikaner sind daran gewöhnt, dass man Ihnen was verkaufen will. Irgenwie riecht dann alles, was verkündet wird, mal mehr, mal weniger aber irgendwie immer ein wenig nach überfordertem Außendienstler. Amerikanern kann man auch mit Tschaka-Tschaka kommen, mitunter erwarten sie es sogar. Glücklicherweise ist das in Deutschland noch nicht so.

    Unser Kurs heißt bewusst „mathematisch denken“. Da wird es natürlich schwer, den individuellen Wissenszuwachs zu quantifizieren. Solche Aussagen wie Du möchtest könnte ich eventuell in folgenden Fällen machen.

    Als junger Mann war ich, wie wohl jeder junge Mann aus der DDR, bei der „Fahne“ (Übersetzung für die alten Bundesländer: beim „Bund“) . Ich hatte Glück und kam ins Sportbüro. Dort hatte ich unter anderem die Prüfungen für ein Sportabzeichen abzunehmen. Zu diesen Prüfungen gehörte ein 3000 m Lauf. Ich konnte mir die Teilnehmer mit diesbezüglichen Problemen ansehen und sagen, wenn Du mit mir dieses oder jenes Training durchläufst, wirst du die 3000 m Normzeit schaffen. Zu ca. 95% kam es dann auch so.

    Insbesondere nach gewissen Teilprüfungen ist meine Sprechstunde voll mit verzweifelten Studierenden, die den Anforderungen der Prüfung nicht gewachsen waren. Ich biete dann an zu testen, woran es lag und kann in der Regel spezielle Unterstützung anbieten. Ich habe dann die Studierenden persönlich kennen gelernt und schaffe es auch zu etwa 95%, dass die Studierenden nach meinem speziellen Training durch die Prüfungsklausur kommen.

    Ich kann mir vorstellen, dass man mit gewissen Trainingseinheiten unbekannte Online-User hinsichtlich der Lösung von Dreisatzaufgaben erfolgreich trimmen kann.

    Genau sowas sehen wir aber nicht als unser Ziel an. Mathematik ist eben nicht das Trimmen auf die Anwendung von Verfahren. Eben nicht: „Heute machen wir den Gaußschen Algorithmus, ich verspreche dir, dass Du Gleichungssysteme der folgenden Art lösen können wirst …. .“

    Wie vielen Teilnehmern eines MOOCs würdest Du eine solches Versprechen geben wollen, wenn wir Gauß-Verfahren durch die Bestimmung irgendwelcher Linienintegrale ersetzt?

    Und dann kommen wir, die überhaupt nicht auf Verfahren trimmen wollen, sondern realistischer Weise nichts weiter machen können und wollen, als Bausteine zum Überdenken der eigenen (ggf. Fehl-) Vorstellungen über Mathematik zu liefern. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

    Die persönlichen Gründe und Voraussetzungen der Teilnehmer des Kurses werden so unterschiedlich sein wie man es sich kaum vorstellen kann.

    Hinter all den Kursen in den USA steckt auch immer irgendwo der Gedanke des Kommerzes. Der ist für mich irrelevant. Natürlich freue ich mich über jeden Teilnehmer der dran bleibt. Je mehr desto besser. Quotenhascherei a la Privatfernsehen, nein danke.

    Insofern kann mein Angebot nur lauten: Last uns gemeinsam Spaß mit Mathematik haben, Ich verspreche Euch (und das ist das einzige, was ich versprechen kann), über mich hinaus zu wachsen, denn ich habe tierisch Bock drauf.

    Grüße
    Micha

    • @Michael
      Es ging mir doch nicht darum, eine „Garantie“ zu vergeben. Natürlich wäre das Blödsinn. Ihr macht euch doch aber sicher viele Gedanken, was aus einen MOOC überhaupt mitzunehmen ist und was mit wie viel Aufwand bei den TeilnehmerInnen realistisch erscheint. Und das könnt ihr doch sicher explizieren. Gerne „positiv“: Wenn Sie sich wirklich 7-8 Stunden intensiv mit X auseinandergesetzt haben, sollte Ihnen Y keine größeren Probleme bereiten. Von mir aus auch „negativ“: Wenn Sie nur 1-2 Stunden pro Woche investieren, dürfen Sie nicht damit rechnen, dass Sie dieses und jenes beherrschen.

      Und was den (Un-)Sinn von „USA“-MOOCs angeht, bin ich mir darüber durchaus im Klaren – mir blasen die Flügel der Hochschul-PR gerade selbst viel zu viel Wind entgegen.

  7. @Oliver, danke für Deine Kommentare, ich hab meinen Kommentar vorhin vielleicht zu schnell abgeschickt. Bitte nimm es nicht persönlich. Mich ärgert einfach diese extreme Orientierung großer Teile der E-Learning-Gemeinde an den USA. Bei uns dürften die Intentionen für einen MOOC ganz andere sein. Ich bin selbst noch ständig am überlegen was ich wirklich und realistisch bzgl. der Ziele angeben kann.
    Grüße
    Micha

    • @Michael
      Keine Angst, ich nehme mir sowas nicht so schnell zu Herzen 🙂

      Mich ärgert ja dasselbe wie dich, glaube ich: „Alle“ wollen plötzlich MOOCs nach US-Vorbild basteln – weil das alle anderen auch machen. Die Treiber sind dabei aber oft nicht didaktischer Natur, sondern ökonomischen oder hochschulpolitischen Einschlags.

  8. Die (upgedatete) Beschreibung weckt die Neugier auf Mathe jenseits des schulischen Erfahrens, das sich je nach Individuum zwischen traumatisch bis „cool – ein Fach in dem man kaum was (auswendig) lernen muss“ bewegt. Ich verstehe, dass die Zielsetzung ist, die mathematische Denkweise kennenzulernen und sie anhand von Beispielen selbst auszuprobieren, um an dieser Art zu denken Spaß zu finden. Und, dass NICHT das Ziel ist, mathematische Verfahren zu erlernen, denn die kann man sich mit hinreichendem Fleiß aus Büchern, Youtube Vorlesungen etc. aneignen. Diese Zielsetzung hat mich zur Registrierung motiviert – ich will erfahren, wie man andere für Mathematik begeistern kann. Ob ich nun 2 oder 10 Stunden investieren werde, hängt von vielen Faktoren ab, die ich nur teilweise beeinflussen kann. Ich freue mich schon jetzt dabei zu sein als allgemeiner Spass-Haber ohne Mitmach-Typisierung (vielleicht hätte eine Angabe zum Mindestzeitaufwand gereicht, um Missverständnissen vorzubeugen?)

  9. @Gunni Sohn Herzlichen Dank für dein Feedback! Das ist ja prima!

    Zum Mindestaufwand: Die Aufwandsschätzung fällt uns unglaublich schwer. Eigentlich ist sie sogar unmöglich: Es hängt immer vom Interesse, Engagement und Vorwissen jedes einzelnen Teilnehmers ab… insofern ist alles sowieso nur gaaaaanz grob zu betrachten!

  10. Hallo, liebes MOOC-Team!

    Wenn ich mir die Kursbeschreibung durchlese, erweckt diese für mich den Eindruck, als richte sich das Ganze eher an Anfänger bzw. Neulinge in der Mathematik oder an Leute, denen mathematisches Denken noch nicht oder wenig vertraut ist?

    Ich frage mal ganz konkret: Ich bin Masterstudent der Mathematik – lohnt sich eine Teilnahme am MOOC trotzdem, oder wird man sich dann eher langweilen? Lernt man etwas, das man so im Studium nicht lernt?

    Meine Motivation für die Anmeldung war es anfangs hauptsächlich, mal zu sehen, wie so ein MOOC so abläuft. Und um das kennen zu lernen, fand ich für mich einen Mathe-MOOC ganz passend. Aber jetzt frage ich mich, wie gesagt, ob das auch inhaltlich Sinn macht für mich, zumal ja die Zeit auch immer rar ist im Studium.

    Viele Grüße und ich finde es sehr gut, dass man so ein Feedback geben kann!

    Dennis

    Viele Grüße und

    • @Dennis Das ist von außen schwer zu beurteilen. Vermutlich kannst nur du das einschätzen. Inhaltlich befassen wir uns mit euklidischer Geometrie und Arithmetik/Zahlentheorie. Wenn du hier bereits Experte bist, wirst du vermutlich keinen dir neuen mathematischen Erkenntnissen begegnen. Andererseits könnte die Art, wie wir diese Inhalte umsetzen, dir neu sein. Insbesondere in Kombination mit dem MOOC ist die mathematikdidaktische Umsetzung spannend. Also, mein Vorschlag: Melde dich an und mach einfach ein bisschen mit. Wenn du dann feststellst, dass es dir nichts bringt, kannst du ja jederzeit wieder aussteigen.

      Demnächst stellen wir übrigens ein Beispielkapitel online. An diesem kannst du dich dann auch orientieren.

  11. Hab zum wiederholten mal die Kursbeschreibung „Mathematisch Denken“ angeklickt. Nun hab ich viel über MOOC’s gelesen. Hatte mich vorher eigentlich gar nicht interessiert, war der Meinung, dass ich mich nie für Kurse registrieren würde.
    Aber eben, wenn ich da nicht auf die gut formulierte Kursauschreibung gestossen wäre. Schon der erste Satz „Mathematik: das ist Freude am Denken!“ lässt mich nicht kalt.

    Ueberlege mir ….. bin mir nicht sicher, ob das die richtige „Liga“ für mich ist. Eine gymnasiale Ausbildung (Matura) die hab ich, ist aber schon ein paar Jahre her. Wissen hat Lücken :), bin aber seit einiger Zeit am Füllen derselben aus purem Spass. Werd mir die Sachen noch gründlich überlegen. Reizen tät es mich schon. Kann mir nur nicht so recht vorstellen, was auf mich zu kommen würde. Es eilt ja noch nicht, hab noch Zeit für diesbezügliche Ueberlegungen.

  12. Habe das erste Video (Pythagoras) angeschaut und bin beim sog. worksheet.
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    Wie denn? habe aus bestimmten Ueberlegungen kein Handy. Und was mach ich mit diesem viereckigen Pixelzeichen? Na ja, schon die erste Hürde technischer Natur.
    Hab mal für mich Entscheidungen getroffen: kein Handy!! und dabei bleibts. Ich hab auch keinen digitalen Fotoapparat oder Smartphone, um Fotos zu machen und ins Internet zu stellen. Kurz: verzichte auf all den Plunder, den mir die Werbung schmackhaft machen will mit „weil sie es sich Wert sind“. Bin aber trotzdem sehr „von dieser Welt“! 🙂
    Wie wird dieses Problem gelöst?

  13. Pingback: Fragen an einen öffentlichen Wissenschaftler: Christian Spannagel | . NetzFaktorei

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